Sonntag, 14. August 2016

UMZUG



Gibt es in der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) einen politischen Maulwurf?

Wer ist der politische Maulwurf in Krügers Umfeld?
Die Wochenzeitung "Junge Freiheit" hat in ihrem Beitrag "Konfrontativer werden" aus einem internen Sitzungsprotokoll der BpB zitiert, was sofort die Frage aufwirft, wer diese Information an diese umstrittene Zeitung weitergereicht hat. Wie es scheint, kann sich Präsident Thomas Krüger selbst auf seinen innersten Zirkel nicht mehr verlassen, obwohl er doch alles Erdenkliche getan hat, sich mit loyalen und linientreuen Jasagern zu umgeben.

Obwohl die BpB laut eigenem Selbstverständnis und Erlass des Bundesministerium des Innern zu Ausgewogenheit und politscher Neutralität verpflichtet ist, sind diese Werte unter der Präsidentschaft von Krüger vor die Hunde gegangen. Nachdem ihn der damalige Innenminister Otto Schily aus der "Babypause" in die BpB gehievt hat, begann die Ideologisierung der Behörde, die bis dato andauert.

Dass die BpB als Reparaturbetrieb für Merkels desaströse Flüchtlingspolitik herhalten muss, um die allen Parteien in Scharen davongelaufenen Wähler zur AfD wieder einzufangen, überrascht nicht. Konnte die BpB vor Krügers Machtübernahme noch stolz auf ihre Neutralität und große Unabhängigkeit sein, so ist diese schon lange passé. 

So stellen laut Protokoll Themen wie Flucht, Migration und Integration die politische Bildung vor neue "Herausforderungen", obwohl diese erst durch die aggressive Expansionspolitik der westlichen Führungsmacht und ihrer treuen Vasallen herbeigeführt worden ist. Das wird in diesem Gremium bestimmt nicht thematisiert. Dass sich Merkel als besonders USA-affin geriert, scheint entweder mit ihrer DDR-Sozialisation oder anderer übergeordneter Aspekte zusammenzuhängen, die aber im Dunkeln bleiben. 

Es ist besonders genüsslich zu lesen, wie in diesem Beitrag im Protokollstil alle Fachbereichsleiter/innen zitiert werden. So meint, vermittelt durch den "Maulwurf", der Fachbereichsleiter "Print", Hans-Georg Golz, dass wohl die AfD das Thema "Gewalt gegen Christen" aufgreifen werde. Scheint dies nicht eher ein Anliegen des CDU-Dampfplauderers Kauder zu sein als der religiös eher indifferenten AfD? "Wie könnten BpB-Angebote diesen Topos entkräften", fragt Golz? Auch "sexualisierte Gewalt - abseits von Köln" solle die BpB aufgreifen. 

Krügers Leiterin für Grundsatzfragen, Asiye Ötztürk, warf in die Runde ein, dass die "Integrationsdebatte durch die Flüchtlingsthematik" wieder an Aktualität gewonnen habe. Folglich müsse eine reifere Diskussion um Heterogenität initiiert und begleitet werden, so Ötztürk. Diese Debatte unterliege aber Kurzschlüssen. Die Frage der "Integration von Flüchtlingen" und die Diskussion um "Heterogenität" müssen zusammen behandelt werden. Mit diesem Statement rannte die Grundsatzabteilungsleiterin bei Krüger offene Türen ein. Bei der Flüchtlingsthematik sollten aber auch "Gender Role Models"(!) behandelt werden. Darüber dürften sich die Flüchtlinge aus dem islamischen Kulturkreis besonders freuen, wollen sich diese Machos garantiert nicht wie dressierte Tanzbären von ihren Frauen durch die Manege führen lassen wie ihre BRD-Counterparts. 

Auch die anderen Fachbereichsleiterinnen wie Hanne Wurzel (FB-Extremismus) und Petra Grüne (FB-Veranstaltungen) sinnierten gemäß "Maulwurf" über Propaganda in den Sozialen Netzwerken, "Hate Speech" und die Auseinandersetzung mit der "Internetstrategie der AfD". Dass bei dieser "Leitungskonferenz" nichts Konkretes herausgekommen ist, überrascht nicht. Überraschend ist allerdings, dass dieses detaillierte Sitzungsprotokoll an die politisch rechts angesiedelte "Junge Freiheit" durchgestochen worden ist. 

Für Krüger war am Ende alles klar: Die BpB müsse gegenüber der AfD "konfrontativer" werden, wobei die Prinzipien der Neutralität und Ausgewogenheit nicht nur in diesem Fall über die Wupper zu gehen haben. Aber warum sollte die staatlich verfasste politische Bildung besser sein als das politische Personal in Berlin, das dem Land und damit auch der BpB diese enormen Probleme ohne Not eingebrockt hat. 

Da die Krüger-BpB großen Wert auf Synergie-Effekte legt, sollte man sich doch der Internet-Zensurtruppe um die Ex-Stasi-Spitzelin Anetta Kahane anschließen, damit zusammen wächst, was zusammen gehört.

Freitag, 5. August 2016

Oriented

Der Dokumentarfilm "Oriented" zeigt drei homosexuelle palästinensische Männer, die im israelischen Tel Aviv leben. Er wurde vor dem letzten israelischen Massaker 2014 gedreht und kreist um die Frage von Identität. Homosexuelle Palästinenser haben es schwer, von ihrer eigenen Gesellschaft akzeptiert zu werden, gleichzeitig fühlen sie sich selbst im liberalen Tel Aviv diskriminiert, weil sie keine Israelis und Juden sind. 

Die drei Protagonisten, Khadar, Fadi und Naim, leben in Tel Aviv und setzen sich damit auseinander, wie sie es ihren Familien beibringen können, dass sie schwul sind. Khadar und Fadi haben israelische Freunde. Ihnen ist jedoch bewusst, dass sie trotzdem nicht als gleichwertige Bürger in einem vom Zionismus dominierten Israel anerkannt sind. Fadi fühlt sich schuldig, weil er sich in einen israelischen Soldaten verliebt hat. “I’m in love with the enemy." 

Die palästinensische Gesellschaft macht es Homosexuellen mit ihrem "Coming out" nicht leicht. Selbst in einem zukünftigen fiktiven Palästinenserstaat dürften die drei nicht willkommen sein. Sie haben die Gruppe "Qambuta" gegründet, die gegen sexuelle Diskriminierung und ethnische Stereotypen kämpft. Khadar, Fadi und Naim hoffen, dass in naher Zukunft solche Identitäten keine Rolle mehr spielen werden.


Donnerstag, 4. August 2016

Hillary Clinton: A Threat to All Humanity

The German media class is all for Hillary Clinton and demonizes Donald Trump not without good reason. Even a quick look at Clinton's political past makes one shiver. Clinton is a Neocon and Wall Street warmonger. She poses an existential threat to all of humanity. She always supported the US aggressions illegal wars abroad. She is as bad as her husband President Bill Clinton was. She admitted that the US created the Islamic terrorists in Afghanistan in the first place. She makes it very clear that Iran and Russia could be militarily targeted, and the nuclear options are always on the table. "Hillary Clinton is a Neocon, a war hawk, a liar, an unindicted criminal and a Wall Street puppet." It's a big shame that leftists fall in line with her and help her to get elected. Watch the whole video and oppose the election of Hillary Clinton.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Merkels Pressekonferenz: ein Lehrstück in aufgeklärtem "Stalinismus"?

Die Chaoskanzlerin?
Wie weiland Erich Honecker so emotionslos und starrköpfig präsentierte sich die Kanzlerin während ihrer so genannte Sommerpressekonferenz in Berlin. Sie lieferte, wie gewohnt, eine Nullnummer ab, und die dressierte Journaille war's zufrieden. Ihre eiskalte Abgebrühtheit im Angesicht der Mord- und Terroranschläge in Deutschland und ihrer verschwurbelten Kritik an ihrem "Freund" und Präsidialdiktator Erdogen, mit dem sie ein Flüchtlingsabkommen abgeschlossen hat, das sich dieser neoosmanische Sultan mit einigen Milliarden Euro hat vergolden lassen, zeigt, dass ihr jegliches Mitgefühl mit den Opfern abgeht. Bis dato hat sie sich noch an keinem Anschlagsort sehen lassen. Empathie sieht anders aus. Oder fürchtet sie, dass sie wieder ausgebuht wird? 

Ihren einzigen emotionalen "Gefühlsausbruch" erlaubte sich die Kanzlerin, als sie den beiden Männern attestierte, das Land verhöhnten, "das sie aufgenommen hat". Erwartet Merkel Dankbarkeit für den Bombenterror, den die westliche Allianz über die Völker des Nahen Ostens gebracht hat? Der "Islamische Staat" hat mehrmals angekündigt, dass die Menschen in den westlichen Ländern nicht mehr in Sicherheit leben können, solange die Menschen im Nahen Osten dem Bombenterror der USA und ihren willigen Helfershelfern ausgesetzt sind. Der Westen hat nicht nur Länder wie Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien verwüstet und das Leben der Menschen zur Hölle gemacht, sondern er wundert sich jetzt, dass ihm dafür keine Dankbarkeit entgegengebracht wird imd seine Sicherheit perdu ist.  

Merkel präsentierte einen so genannten Neun-Punkte-Plan, der nichts Neues enthielt und aus neun Luftbuchungen besteht. Sie verteilte Beruhigungspillen, um von ihrem und der Bundesregierung Totalversagen abzulenken. Sie blieb selbst heute noch bei ihrem Satz, dass wir es schaffen. Für Seehofer und seine Mannen ein Schlag ins Gesicht. Von dieser Person "Reue" zu verlangen, wie dies Peter Gauweiler und Willy Wimmer gefordert haben, ist an Naivität kaum noch zu überbieten. Anscheinend wurden alle Anschläge von geistesgestörten Irrläufern verübt, die nichts mit dem Flüchtlingsproblem zu tun haben. Da der Terror jetzt auch in der BRD angekommen ist, ist es nur eine Frage der Zeit, wann es unter der Berliner Käseglocke einmal richtig kracht. 

Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige der Medienvertreter bestellte Fragen gestellt haben, wie z. B. nach der Rente oder dem nächsten SPD-Kanzlerkandidaten, als ob es nicht gleichgültig wäre, ob die SPD mit Gabriel oder einem Besenstiel in den Bundestagswahlkampf 2017 ziehen würde. Warum hat die versammelte Journaille keine Fragen zu der Tatsache gestellt, dass alle Attentäter erschossen worden sind, so dass der Staat von seiner Pflicht befreit worden ist, ihre Schuld nachzuweisen. Eine seriöse Aufklärung der Taten fand nicht statt. 

Die einzig kritische Frage nach einem Neustart ihrer Politik wurde nicht beantwortet. Warum auch? Merkel hat doch keine Fehler gemacht. Keiner der versammelten Merkel-Claqueure hat eine Frage zur stillen Einwanderung gestellt. Bereits in diesem Jahr sind fast 300 000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.  Dabei denken Merkel und ihre Kriegsministerin von der Leyen darüber nach, die Bundeswehr mit Flüchtlingen aufzustocken, weil kaum noch ein deutscher Staatsbürger bereit ist, für die Chaospolitik der politischen Klasse sein Leben zu riskieren. 

Übrigens: Hat die Regierung vergessen, dass es neben den islamistischen Selbstmordattentätern auch einen deutschen Selbstmordattentäter gegeben hat? Der Co-Piloten Andreas Lubitz hat 2015 bei seinem Selbstmord 150 ihm anvertraute Passagiere in Frankreich mit in den Tod gerissen.

Sonntag, 24. Juli 2016

What is Modern Israel?

Zionism is primarily a Christian Protestant enterprise that has little to do with Judaism. This explains why US Christians are the most ardent Zionists and the most powerful supporters of Israel. The largest opposition to Zionism came initially from the rabbinical elite, which viewed it as heretical and an aberration of the Jewish faith. Zionism represents a break with Jewish tradition and historical continuity. Israel has to be seen in terms of European nationalism, colonial expansion, and geopolitical interests rather than as the divine fulfillment of biblical prophecies or even a culmination of Jewish history. The traditional Judaic yearning for "Return", which is a purely spiritual concept, was turned into a political cause by Christians in order to accelerate the coming of Christ and force the Jews to convert to Christianity. The influence of Christian Zionists plays a very important role up to the present day. These are only some of the most provocative conclusions of Yakov M. Rabkin's fine analysis of modern day Israel. 

What was true of the 18th and 19th centuries, also held true for the 20th century. Many leading British politicians such as Lord Balfour were anti-Semitic. So there was a fertile ground for anti-Semitism in Britain among Protestants. Therefore, it should not surprise anyone, that the zeal of Protestant Christianity to settle the Jews of Britain in the so-called Holy Land, had little to do with Christians affection for Judaism, but rather with their anti-Semitism and self-interest. 

Yakov M. Rabkin is Professor of Contemporary History at the University of Montreal. He has been a visiting scholar at many universities around the world. He has written extensively on subjects such as science, technology, and ideology. His most acclaimed book, however, is "A Threat from Within: a Century of Jewish Opposition to Zionism" , which has been nominated for Canada’s Governor-General Award, Israel’s Hecht Prize for Studies in Zionism and listed as one of the three best books of the year in Japan. This book has been translated into twelve languages. 

In nine chapters, the author compares the Zionist claims to the Land of Israel (Eretz Israel) with rabbinical Jewish teachings. He shows that the Zionist narrative has little to do with Judaism. Leading representatives of Zionism have cherry-picked from Jewish tradition to incorporate it into Zionist mythology. John Rose calls in his book "The Myth of Zionism" David Ben-Gurion the "greatest myth-maker". The "Land of Israel" claim, as made by the Zionists, has a totally different meaning in Judaism. "'Promised land' means, in fact, that it belongs not to the to whom the promise was made, but to the one who made the promise." 

To understand modern-day Israel, one should put Judaism and Jewish tradition aside because such a connection is misleading; for "Zionism and the state that incarnates it are revolutionary phenomena". Such provocative theses are very numerous scattered all over Rabkin’s book. It's easier to understand the policies and the structure of the State of Israel by leaving aside references to Jewish history. As a consequence, Rabkin suggests that one should speak of the State of Israel as a "Zionist state" rather than a "Jewish state". The same holds true for the Israel lobby that should be designated as a "Zionist lobby" rather than a "Jewish lobby". Instead of delving into the religious mythology of Jewish history, Rabkin urged readers to analyze Israel within the context of international politics, Western interests and the resources of the Middle East.

"The Jews came to Zionism long after the Christians", states the author. Even Zionist leader Theodor Herzl was influenced by Christian protestant thinking. (He first wanted to “solve the Jewish question” (Judenfrage) by having all Jews convert to Catholicism.) The idea to gather all Jews in one location did not originate with Jews but in English and American Protestant circles. It was considered of "supreme importance to Christianity" writes Rabkin. Herzl got initially familiar with this idea through a Protestant clergyman from the British embassy in Vienna. Till today Protestant support for Zionism continues to play a crucial role, which can be seen in the U. S. and other countries. According to a Pew poll, 82 percent of WASPs (=White Anglo-Saxon Protestants) believe that God gave the State of Israel to the Jewish people, while only 40 percent of Jews share this belief, as Rabkin says.

For several decades, the Zionist national movement was associated in Western public opinion with leftist socialist ideas. For socialist internationalists, it was not natural to support a movement promoting ethnic nationalism. Zionist ideas firmly rooted in Europe were popularized by a "mere handful of assimilated Jews in Central Europe", said Rabkin. Consequently, many socialist Jews rejected Zionism as a reactionary movement, while religious Jews rejected the Zionist agenda of the return to the "Land of Israel" by "political means" as incompatible with "the idea of salvation in Jewish tradition", writes Rabin. 

The most active Zionists to settle in Palestine were Russians, who strove to build a new socialist society ignoring the natives who had lived there for generations. They called their policy hafrada, "separation". 

Rabkin stresses the importance of the Russian dimension within the Zionist movement and highlights the fact that modern day Israel can't be properly understood without accounting for the Jewish Russian influence. Jews from the Russian Empire formed the backbone of the Zionist colonial settlement enterprise in Palestine. Although there hasn't been any significant emigration from the Soviet Union to Palestine/Israel since the 1920s until the end the 20th Century, over 60 percent of Knesset members in the 1960s were of Russian origin or descent. 

That's why it's no coincidence that the Netanyahu government gets along so well with Russian President Vladimir Putin, in particular, Moldova-born Foreign Minister Avigdor Lieberman. According to Rabkin, for the majority of Zionists, "the Nazi genocide stands as the ultimate proof of the dangers that threaten Jews around the world". Zionism is often portrayed as a movement to make anti-Semitism obsolete by creating a State for the Jews. Herzl was convinced that the anti-Semites would be the Zionists’ “friends and allies” since they wanted to rid their countries of Jews. According to Rabkin, the emphasis on anti-Semitism (and, when needed, promotion of it) has been the most reliable means to prod Jews to emigrate to Israel. Israeli leaders regularly tell world Jewry that Israel is the only safe place for the Jews. 

To speak about contemporary Jewish history, one has to deal with the Nazi genocide, writes Rabkin. The Nazi genocide is a constitutive part of Israeli Zionist identity. Zionists and religious orthodox Jews have drawn very different conclusions from this horrific crime against humanity. "This tragedy has been transformed into a vector for national unity in Israel, and for Zionist allegiance in the Diaspora." This transformation has given rise to serious critique among Israeli intellectuals. Although Zionists and their detractors agree on the hostility encountered by the Jews over the centuries, they differ on the reasons. Zionists generally explain "this hostility by the political and military weakness of the Jews, while pious Jews tend to see it as a punishment for the sins committed by the Jews themselves", argues Rabkin. 

Although only half of the world's Jewish population lives in Israel, the Israeli political establishment pretends to speak on behalf of and represent, all the world’s Jews. They claim that their Zionist state belongs to all Jews, while the native Palestinians are at best tolerated. Rabkin rejects the criticism of the liberal Zionists that the current government has betrayed original Zionist intentions. Instead, he stresses the continuity of the Zionist state from its inception till this day. In spite of the legitimate criticism of Israel and its negative image among the population in Western countries, their "elites lend it increasingly unconditional support". Examples of this uncritical support abound. Rabkin cites the unanimous acceptance of Israel into the OECD, shortly after the Israeli Defense Forces (IDF) killed 1 400 people in the Gaza Strip in the winter of 2008/2009. 

Israel’s modernity is fragmented and uneven. Although the State of Israel is a high-tech society with a powerful military that wields atomic weapons, hundreds of thousands of its ultra-orthodox citizens lack modern elementary education and languish in poverty. The legitimacy of Israel is still questioned in the region. On the one hand, some segments of orthodox Jewry still do not recognize the Zionist State because they reject the nationalistic reconceptualization of the Jews; on the other hand, Palestinians – the victims of Zionist colonization – refuse to recognize Israel as a "Jewish" State as demanded by the Zionist ruling class. Even the question “who is Jewish” is still contentious within Israel. Is Israel a Jewish or a Zionist state? The author has opted for the latter because the gap between Zionism and Jewish history continues to exist and could not be bridged until today. 

Yakov Rabkin's book demonstrates that Zionism is not the culmination of Judaism. Nor is the mantra of "Jewish and democratic state" is very persuasive. The book’s provoking views are grounded is convincing and boldly arguments. After "A Threat from Within: a Century of Jewish Opposition to Zionism", this is another must read from the pen of a true scholar.

This excellent book should definitely be translated into German.

First published here, hereherehere, here and here.

Dienstag, 19. Juli 2016

Merkel soll wegen Irakkrieg "Reue" zeigen!

George W. Bush und seine deutsche Möchtegern-Kriegerin.
Wenn der 1. April nicht schon lange passé wäre, könnte man meinen, zwei ehemalige Unions-Politiker, der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler und der Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung Willy Wimmer, hätten sich mit ihrem "Offenen Brief" an Frau Merkel einen Aprilscherz geleistet. In dem vom Nachrichtenmagazine Der Spiegel veröffentlichten Brief, verlangen Gauweiler und Wimmer von der Bundeskanzlerin zuzugeben, dass der Irakkrieg ein Fehler gewesen war. Sorry, wie politisch naiv ist das denn? Weder werden sie eine Antwort noch irgendeine Reaktion von dieser Person erhalten, was sie natürlich wissen. 

Dass Merkel für jeden Krieg zu haben ist, sollten Sie wissen. Deutschland ist Dank Gerhard Schröders Wahlsieg über Edmund Stoiber, der auch gegen eine deutsche Beteiligung am Irakkrieg eingetreten ist, vor einem Desaster bewahrt worden. Es reicht schon, dass Deutschlands Freiheit angeblich am Hindukusch verteidigt werden sollte. Dieses Abenteuer hat nicht nur 55 deutschen Soldaten das Leben gekostet, sondern auch Milliarden Euro sind am Hindukusch sinnlos verpulvert worden, und die Taliban sind stärker als jemals zuvor. 

Warum sollte sich Merkel für etwas entschuldigen oder sogar "Reue" zeigen, woran sie gar nicht beteiligt war? Hat Sie nicht politisch so vieles ausgesessen, als dass man von ihr etwas anderes erwarten könnte? Die Veröffentlichung des Chilkot-Berichts in Großbritannien ist eine Abrechnung mit Tony Blairs unverantwortlicher Politik und seiner Vasallen-Treue zu Bush und seiner neokonservativen Clique. In dieser Vasallen-Treue kann Merkel diesem Bush-Pudel durchaus das Wasser reichen. Alles, was Gauweiler und Wimmer über das Ergebnis des Berichtes geschrieben haben, ist völlig d'accord. Dass diese Kanzlerin und ihre "Kriegsministerin" Ursula von der Leyen im neuen "Weißbuch" ein globales deutsches militärisches Engagement postuliert haben, sollte die beiden Briefeschreiber nach den Reden von Gauck, Steinmeier und von der Leyen auf der 50. Münchener Sicherheitskonferenz 2014 nicht überraschen. Merkel hat nur das nachvollzogen, was ihre "Wasserträger" und Präsident Obama vorbereitet haben. 

Wie kann man von einer Person "Reue" verlangen oder überhaupt die Frage stellen, ob sie damals nicht auf den Papst hätte hören sollen? Beide Fragen zeugen von einer politischen Naivität, die man von diesen politischen Schwergewichten nicht erwartet hätte. Als ehemalige CDU/CSU-Abgeordneten des Deutschen Bundestages müssten sie eigentlich Merkel besser kennen und wissen, dass sie nicht in solchen "christlichen" Kategorien denkt. Ihre Sozialisation erfolgte in einem stalinistischen Umfeld, nach dessen "Wertvorstellengen" sie Politik betreibt. Ihre politische Karriere ist mit "politischen Leichen" gepflastert, die jedermann kennt. Den Autoren sollte bekannt sein, wie aggressiv sie Papst Benedikt VI. in der Causa Williamson kritisiert hat. Es ist von Merkel keinerlei Kritik an der Unterdrückungspolitik der rechtsnationalistischen und chauvinistischen Netanyahu-Regierung oder des Erdogan-Regimes überliefert. Beides käme einer "Majestätsbeleidigung" gleich. Dass die CDU/CSU unter Merkel und ihren Yuppies noch irgendetwas mit christlichen oder nichtchristlichen Wertvorstellungen zu tun hat, scheint außer Gauweiler und Wimmer nur noch der Weihnachtsmann zu glauben. 

Natürlich wäre Merkel, wenn sie an der Macht gewesen wäre, mit den Bush-Kriegern in den Irakkrieg gezogen. Um dieser Polit-Hasardeurin in Berlin die Rote Karte zu zeigen und um Deutschland vor weiteren Kriegen wie z. B. in der Ukraine zu bewahren, sollte der Bundestag durch ein konstruktives Misstrauensvotum diese Kanzlerin abwählen. Leider gibt es keinen vorzeigbaren Gegenkandidaten, deshalb sollte bei der Bundestagswahl 2017 die Merkel-Regierung abgewählt werden wie weiland 1998 die Kohl-Regierung.